H2O – Hoffnung für Organismen und Habitate

Ein Fleck von Grün, drin eines Bächleins Singen, das Silberflitter an die Gräser hängt», schrieb Arthur Rimbaud bewundernd in einem seiner schönsten Werke. Das Wasser ist hier, in den Augen des Dichters, Symbol einer ruhigen und friedlichen Landschaft, wie geschaffen für Ruhe und Besinnung. Aber das ist nur eine Seite eines kleinen Moleküls mit tausend Gesichtern. Als Flüssigkeit kann es die Gestalt feiner Tröpfchen annehmen, die langsam aus unterirdischen Höhlendecken sickern oder sich zu freudigen Quellen vereinen, die Bäche und majestätische Flüsse speisen, bevor sie sich als tosende Wellen in der Unendlichkeit der Meere und Ozeane verlieren. In seiner festen Form wird Wasser zu Pulverschnee, zu gigantischen Gletschern oder zu mächtigen Eisbergen. Gasförmig schließlich bildet es einen silbernen Nebel, der die Landschaft in einen melancholischen Schleier hüllt, oder es kondensiert zu riesigen Wolkentürmen, die den Auftakt zu Gewittern und sintflutartigen Regenfällen bilden. So durchläuft Wasser in einem „hydrologischen Kreislauf“ alle seine Formen – flüssig, fest und gasförmig – immer und immer wieder.

Die Symbolik des Wassers

In Form von Flüssigkeit hat Wasser die menschliche Zivilisation ausnahmslos geprägt. In der griechischen Mythologie ist Wasser neben Erde, Luft und Feuer eines der vier klassischen Elemente der Welt, und viele Gottheiten sind ihm gewidmet: Vom jähzornigen Poseidon, dem Herrn der Meere, über den titanischen Ozean, der das bekannte Universum umgibt, bis hin zur schönen Aphrodite, der Göttin der Liebe, die aus dem Meeresschaum geboren wurde. Die zerstörerische Kraft des Wassers – wie die schreckliche biblische Flut, die die verdorbene Menschheit bis auf die Arche Noah hinwegfegte – spiegelt den göttlichen Zorn wider. Der Mensch muss seine Fehler mit dem reinigenden und erlösenden Wasser der Taufe oder verschiedener Waschungen beheben. Dank des heilenden Wassers wird er schließlich wieder gesund und das Leben kann seinen mehr oder weniger gewundenen Lauf wieder aufnehmen, als Rinnsal, Sturzbach oder Fluss… Denn Wasser ist die Quelle allen Lebens!

Wasser als Quelle des Lebens: Kadri Vunder, Mitgründerin von Cervo Volante mit Desertboot NATURALA und ihr Ehemann mit Sneaker ALBIS am Meeresstrand in ihrer Heimat Estland.

H2O, ein Lebens-Molekül

Leben! Ein einzigartiges Phänomen, geboren aus einer Ursuppe aus Kohlenstoffatomen und Wasser. Eine primitive Brühe, die sich langsam eindickte, bis die ersten Mikroorganismen auftauchten, gefolgt von immer komplexeren Lebensformen, die alle aus Wasser in verschiedenen Anteilen bestehen und alle von diesem kostbaren Molekül abhängig sind… dem berühmten H2O (oder H-O-H) der Chemiker. Heute gibt es Millionen von Arten, die unseren kleinen Planeten bewohnen, den wir Erde nennen… Ein gelinde gesagt unpassender Name, wenn man bedenkt, dass dieser einzigartige Himmelskörper – wahrscheinlich der einzige, der Leben beherbergt – zu mehr als 70% aus Wasser besteht! Doch die meisten Wasserreserven, ob fest, flüssig oder gasförmig, und bekannt als Hydrosphäre, bestehen aus Salzwasser (97%). Das für jedes Lebewesen essentielle Süßwasser ist hingegen rar (3%).

Das Anthropozän, eine Bedrohung für das Süßwasser?

Durch den Eingriff des Menschen in die Natur, den manche als Anthropozän bezeichnen, ist der Süßwasserkreislauf stark bedroht. Ein großer Teil wird für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, sei es für die Viehzucht oder den immer intensiver werdenden Futtermittelanbau. Auch die Industrie hat einen großen Bedarf an Wasser, sei es als Rohstoff, Lösungsmittel, Wasserkraftquelle oder Kühlmittel. Schließlich wird Trinkwasser für die häuslichen Bedürfnisse (Hygiene, Ernährung, Freizeit) einer ständig wachsenden Bevölkerung verbraucht, wobei es erhebliche Unterschiede zwischen den geografischen Regionen gibt… während sich manche Länder mit 25 l pro Einwohner und Tag begnügen, verschwenden andere fröhlich 300.

Willkommen in der Welt von Cervo Volante, in der die chemische Bezeichnung für Wasser HOHHoffnung für Organismen und Habitate“ bedeutet!

Retten Sie das blaue Gold!

Jede und Jeder kann einen nachhaltigen Beitrag leisten. Bei Cervo Volante produzieren wir unser eigenes Leder auf absolut umweltfreundliche Weise, indem wir einen natürlichen Gerbungsprozess mit einem sehr kleinen ökologischen Fußabdruck verwenden. Eines unserer Ziele ist es, bei jedem Herstellungsschritt so viel Wasser wie möglich zu sparen.

Unsere Häute stammen von wildlebenden Schweizer Rothirschen, welche im Rahmen der Populationsregulation auf der Jagd erlegt wurden, und für die es keine Verwendung mehr gibt. Diese lokale Ressourcenbeschaffung vermeidet die ökologischen Kosten, die mit intensiver Landwirtschaft (hoher Wasserbedarf, Nährstoffanreicherung in Fliessgewässern, etc.) oder Importen (hohe Kohlenstoffbilanz) verbunden sind und fördert langfristig eine nachhaltige Produktion. Die Rohhäute werden ohne Salz an der Luft getrocknet, wodurch der Verbrauch von Spülwasser und die eventuelle Verschmutzung von Oberflächengewässern durch Natriumchlorid reduziert wird. Der Verzicht auf chemische Vorgerbung mit Synthanen oder Aldehyden, die das Eindringen des Gerbstoffs begünstigen, verhindert zudem die Verschmutzung empfindlicher, aquatischer Ökosysteme. Schließlich können durch die Verwendung natürlicher Gerbstoffe sämtliche Probleme vermieden werden, welche mit der Verwendung von giftigem Chrom verbunden sind, wie die Schwermetall-Anreicherung in Flüssen bei den Extraktions- und Entsorgungsprozessen, die mögliche chronische Vergiftung der lokalen Arbeitskräfte in Entwicklungsländern oder die Anreicherung des Leders mit Schwermetallen und entsprechenden allergischen Reaktionen.

Cervo Volante Leder – Reinstes Naturleder vom wilden Schweizer Rothirsch. Rein pflanzlich, ohne Schwermetalle und ohne chemische Vorgerbung veredelt. Zum Schutz von Wasser, Gewässern, und Organismen. Mehr über unser Leder lesen Sie hier.

Wasser bei Cervo Volante

Wie immer bei Cervo Volante lautet das Leitmotiv: Lasst uns die Natur schützen! Unser pflanzliches Gerbverfahren ist bei jedem Schritt auf die Reduktion des ökologischen Fussabdrucks hin durchdacht. Der Preis für Qualität und Einzigartigkeit, für Umweltschutz, für eine Zukunft nach 2050 ist eng verbunden mit dem Schutz der wertvollsten Ressource unseres blauen Planeten… Willkommen in einer Welt, in der die chemische Bezeichnung für Wasser HOHHoffnung für Organismen und Habitate“ bedeutet!

Mikroverunreinigungen und Nährstoffe in Fliessgewässern Bund und Kantone betreiben seit 2011 ein gemeinsames Monitoring zur Untersuchung des Gewässerzustands. Die Nährstoffbelastung in einigen Fliessgewässern ist nach wie vor zu hoch, beim Phosphat um rund 30%. Es wurden zahlreiche Mikroverunreinigungen teilweise in für aquatische Lebewesen problematisch hohen Konzentrationen nachgewiesen. Häufigste Ursachen waren Rückstände aus Pestiziden aus der Landwirtschaft und Arzneimitteln aus Kläranlagen. Die festgestellten Konzentrationen deuten darauf hin, dass die Mikroverunreinigungen in Schweizer Fliessgewässern mitverantwortlich sein können für die Defizite in der Artenvielfalt. Ergebnisse der Nationalen Beobachtung der Oberflächengewässerqualität 2011–2014

Pestizide und Industriechemikalien in Bächen Im Kanton St. Gallen werden seit 2011 regelmässig kleine Bäche auf ihre Gewässerqualität untersucht. An allen 2018 untersuchten Bächen wurden die Qualitätskriterien überschritten. Im extremsten Fall um den Faktor 160. Für die ungenügende Wasserqualität sind mehrheitlich Pestizide aber auch Rückstände von Medikamenten oder Industriechemikalien verantwortlich. Im Umgang mit Pestiziden oder anderen schädlichen Stoffen ist besonders grosse Sorgfalt nötig. Bei Insektiziden können bereits kleinste Mengen für die Lebewesen im Bach giftig oder sogar tödlich sein. Die kleinen Bäche machen immerhin 75 Prozent des kantonalen Fliessgewässernetzes im Kanton St. Gallen aus. Davon liegt etwa die Hälfte in genutzten Gebieten. Ihr Schutz ist von grosser Bedeutung für die Gewässer und die biologische Vielfalt. https://www.sg.ch/news/sgch_allgemein/2019/07/chemikalien-belasten-gewaesser.html

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